Vintage Badeoutfits
Wer auf Vintage Mode steht, kommt an einem echten Retro – Bikini nicht vorbei. von Louis Réard 1946 entworfen und auf den Markt gebracht, schlug er ein wie eine Bombe. Kein Mannequin war bereit, diesen Style öffentlich zur Schau zu stellen, also wurde eine Nackttänzerin (Micheline Bernardini) engagiert, die damit in dem Pariser Nobelbad “Molitor” eine Schau lief. Wie erwartet stieß diese Art der Bekleidung erst einmal auf Ablehnung. An vielen Orten der Welt war der Bikini sogar verboten.
Erst in der 60er Mode konnte er sich durchsetzen, nachdem er an Marylin Monroe bereits 1953 bereits für Furore gesorgt hatte. In echten Retro – Filmen dieser Zeit wurde der freizügige Style bewusst eingesetzt. Die lieben, braven Mädchen trugen geschlossene Badeanzüge, während die frechen, revoltierenden Charaktere im Bikini zu sehen waren. Nicht etwa eine neue Erfindung von Paris Hilton ist der Monikini. Schon 1964 sorgte Rudi Gernreich mit einem solchen Vintage Modell für einen Skandal. Hierbei handelt es sich um eine bis zum Bauchnabel geschnittene Pantyhose, eng anliegend und schwarz. Mittig führen dann zwei schmale Hosenträger zum Rücken und vervollkommnen so den 60er “oben ohne” Look. Mitte der 60er Jahre kamen Bikinis nach und nach auch an den gängigen Strandpromenaden zu mehr und mehr Bekanntheit. Kurios: Das Modell Ilonka trat 1966 auf dem Münchener Viktualienmarkt im Bikini auf und wurde verhaftet. An drei Wochenenden musste sie in Krankenhäusern die Böden schrubben aufgrund dieses öffentlichen Anstoßes.
Mit der sexuellen Revolution der 60er Jahre und der passenden Retro Mode mit Minirock und tiefen Ausschnitten schaffte auch der Zweiteiler am Strand seinen Durchbruch. Bis in die 70er war dieser Style in den Schwimmhallen der Bundesrepublik jedoch verboten. Der echte Vintage – Look entsteht durch knappe Dreiecke in knalligen Farben mit passenden Accessoires- Ketten und Armbänder in passenden Kontrasten.