PostHeaderIcon Geschichtliches über das Gewürz Safran

Den Spruch "Safran macht den Kuchen gehl" kennt man. Doch was bedeutet dieser Satz eigentlich und wie entwickelte sich Safran zu einem bei uns beliebten Gewürz?
Safran ist ein 10-30 cm. hohes Zwiebelgewächs. In den großen, violetten Blüten befinden sich orange/rote Stempelfäden, die nach der Trocknung einen sehr eigenen, starken Geruch annehmen. Diese Stempelfäden sind es, die uns als Gewürz dienen und die verwendet werden, um unseren Speisen gelb zu färben. "Safran macht den Kuchen gehl" bedeutet also, dass Safran den Kuchen gelb färbt.

Azafran (Safran) ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Die geschichtliche Entwicklung ist jedoch nicht allzu genau bekannt.
Dachte man erst Safran sei zuerst in Asien oder im Iran/Irakt entdeckt worden, geht man heute von Kreta als Ursprungsland aus. Die Verbreitung des Safrans wird auf das 9.Jhd. datiert.
Man findet sogar im Hohelied des alten Testaments Hinweise auf Safran. In medizinischen Schriftstücken aus alter Zeit ist belegt, dass Safran sehr früh als Heilmittel für viele Beschwerden eingesetzt wurde. Die Chinesen nutzten Safran früher als Mittel gegen Potenzprobleme und nachlassende Energie. Die Römer glaubten mit dem Gewürz Star heilen zu können. Nach dem Zerfall des römischen Reiches geriet Safran mehr oder weniger in Vergessenheit. Wiederentdeckt wurde Safran im Mittelalter. Die Spanier waren die ersten Europäer, die Safran anbauten.
Von Spanien breitete sich der Safrananbau auf weitere europäische Länder aus (z.B. Griechenland, Schweiz, Ukraine).
Safran war ein teures Gewürz. Häufig kam es daher zu Fälschungen, die hart bestraft wurden.
Auch heute ist Safran noch teuer. Es dient uns als Gewürz, Färbemittel und Heilmittel. Vorallem sein Gehalt an Carotin und ätherischen Öl sorgt für die medizinische Wirkung. Safran gilt in der Volksmedizin z.B. als harntreibend, schweißtreibend, antiepileptisch, als Herzmittel, magenstärkend oder als Hustenmittel. Sein starkes Aroma kommt (mit Wasser oder Milch verdünnt) in Kuchen, Torten oder Plätzchen gut zum Tragen.

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