Die Jugendzeit der heutigen Generation 50 Plus
Die Jugendzeit der heutigen Generation 50 Plus
Eines ist sicher: So etwas wie das was da heute stattfindet, das Mädchen und Jungens gleich aussehen, und man nicht weiss, ob sich zwei Mädels oder zwei Jungen oder ein Mädel und ein Junge küssen… nö, das gabs nicht. Vor allem auf der Straße – ging gar nicht. Da wäre schon der eine oder andere gekommen und hätte uns die Flötentöne beigebracht, das ist klar. Ja, es war alles um einiges verkniffener, strenger und kontrollierter. Das man vom Vater noch einer getuscht bekam, wenn was nicht in Ordnung war, obwohl man doch schon 18 Jahre alt war, interessierte eigentlich so wirklich niemanden. Also mussten wir das, was die Generation heute “ohne Scham und Respekt” veranstaltet – heimlich machen.
Die Frage ist, wer mehr Spaß dabei hatte. Ich mag es nicht beurteilen, wirkliche Mankos haben wir wohl alle nicht. Die andere Sache war die mit der Musik. Mutter stand kreidebleich und kreischend in der Tür, man solle gefälligst sofort die “Hottentottenmusik” ausstellen, sie wolle den lachenden Vagabunden hören, das wäre ja nicht zum aushalten. Die Musik der 50er und 60er, Leute, das war der Hammer. Wer dabei sein durfte, wo soviel neues passierte, hatte Glück. Elvis, die Beatles, die Monkees, die Rolling Stones, und und und. Es war einmalig und so etwas wird es niemals wieder geben. Sicher war die Jugendzeit zu dieser Zeit nicht immer einfach. Wir haderten mit unseren Eltern die noch richtige Respektspersonen waren, die Ausbildungen liefen um einiges strenger ab und es gab nicht viele Rechte als Lehrling, dafür aber umso mehr Pflichten. Ob es geschadet hat? Ich denke nicht, eigentlich waren wir ja auch nicht soviel anders wie die junge Generation heute. Auch damals schimpften die Alten über uns Junge, so wie es heute auch ist. Das muss wohl so sein, dennoch möchte ich diese Zeit in der soviel neues in Musik und Mode stattfand, nicht missen. Denn heute gibt es nur die Aufgüsse, ich hatte das Original.